QUISMO Raucherentwöhnung. Impotenz, COPD & Co

Hard Facts rund ums Rauchen: Impotenz, COPD & Co

Ein durchschnittlicher Raucher, der eine Schachtel täglich raucht, gibt pro Jahr zwischen 2.000 und 2.500 Euro für Zigaretten aus und verbringt zwischen 1-3 Stunden pro Tag mit dem Rauchen.

Das ist sehr viel Geld aber auch eine Menge Zeit!

Grund genug, sich kurz mit den Folgen des Rauchens auseinanderzusetzen.

Wir wollen dieses Thema definitiv nicht überstrapazieren. Da wir aber wissen, dass man als Raucher leider sehr gerne dazu neigt, diese Informationen komplett zu verdrängen, wollen wir es auch nicht ganz außer Acht lassen.

Auch wenn du diese Punkte also bereits kennst, lies sie dir dennoch kurz durch und stell dir die Frage, in welcher Form sich das Rauchen gesundheitlich bereits auf dein Leben auswirkt!


Gesundheitliche Folgen durch das Rauchen*
 
  • Herz-/Kreislaufsystem

Regelmäßiges Rauchen kann chronische und/oder nicht heilbare Erkrankungen mit deutlichen Einschränkungen der Lebensqualität zur Folge haben. Besonders betroffen sind die Atemwege und das Herz-/Kreislaufsystem von Raucherinnen und Rauchern. Verglichen mit Nichtrauchern, haben Raucher ein höheres Risiko vorzeitig zu sterben.

  • Erbinformation und Krebs

Die giftigen Stoffe im Zigarettenrauch schädigen beim Inhalieren auf ihrem Weg durch den Körper fast jedes Organ und beeinflussen sogar die Erbinformation der Körperzellen. Dies kann verschiedene Krebsformen auslösen. Lungenkrebs ist bei Raucherinnen/Rauchern besonders häufig. Daneben ist Rauchen ein maßgeblicher Risikofaktor auch für folgende Krebserkrankungen:

der Bronchien, des Kehlkopfs, des Mund-/ Nasen- und Rachenraums, der Speiseröhre, der Leber, der Bauchspeicheldrüse, der Nieren, des Blutes (Leukämie), der Harnblase sowie der Brust und des Gebärmutterhalses (bei Frauen).

  • Gefäße

Rauchen ist eine der wichtigsten vermeidbaren Ursachen für die Entstehung einer Arteriosklerose (Erkrankung der Arterien). Dabei bilden sich schädliche Ablagerungen und Verengungen in Blutgefäßen, die den Blutdurchfluss behindern. Dies kann zu einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (z.B. Raucherbein) führen.

  • Atemwege

Die Substanzen im Tabakrauch verursachen Entzündungsreaktionen in den Atemwegen, reizen die Bronchien und erhöhen die Infektionsneigung. Rauchen schädigt den Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege. Regelmäßiges Rauchen führt daher zu Atembeschwerden wie Kurzatmigkeit, chronischem Husten und Schleimstau uvm. Zudem ist Tabakrauchen (aktiv, aber auch Passivrauch) einer der bedeutendsten Risikofaktoren für COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung).

  • Haut

Nikotin bewirkt eine schlechtere Durchblutung der Haut. Zigarettenrauch enthält auch Substanzen, welche die Hautzellen schädigen. Die Haut wird dünner, unelastischer und faltiger – sie altert vorzeitig. Rauchen steht in Zusammenhang mit bestimmten Hauterkrankungen. Es kann z.B. Neurodermitis oder Akne begünstigen.

  • Zähne

Durch den im Tabakrauch enthaltenen Teer werden die Zähne bräunlich verfärbt. Rauchen trägt zu Mundgeruch bei, aber auch zu Parodontitis, die vorzeitigen Zahnausfall verursachen kann.

  • Impotenz

Rauchen kann eine erektile Dysfunktion (Störung der Erektionsfähigkeit des Mannes) mitverursachen. Diese ist unter anderem durch Gefäßschädigungen und dadurch bedingte Mangeldurchblutung des Penis bedingt. Rauchen beeinträchtigt bzw. schädigt auch Spermien.

  • Fruchtbarkeit

Bei Frauen ist Rauchen mit verminderter Fruchtbarkeit verbunden. Rauchen in Kombination mit z.B. hormonellen Verhütungsmethoden wie der „Pille“ sollte vermieden werden. Sie zählen zu den Risikofaktoren für Thrombosen.

  • Schwangerschaft

Frauen, die während der Schwangerschaft rauchen, haben ein erhöhtes Risiko für Schwangerschaftskomplikationen wie Früh- oder Fehlgeburten, vorzeitigen Blasensprung oder vorzeitige Plazentaablösung. Neugeborene von Raucherinnen haben häufiger ein geringeres Geburtsgewicht und ein vermindertes Wachstum. Es tritt häufiger ein plötzlicher Kindstod auf.


Weiters:
  • Stimmung

Raucher leiden häufig an Konzentrationsstörungen und Gereiztheit (Entzugserscheinungen zwischen den Zigaretten).

  • Geschmack

Rauchen beeinträchtigt die Geschmacksrezeptoren auf der Zunge. Das führt zu einem reduzierten Empfinden. Eine ähnliche Auswirkung hat das Rauchen auf das Riechen.

  • Vitalität

Die Raucher sind weniger belastbar.

Vieles im Alltag fällt Rauchern in der Regel schwerer. Sie kommen oft schwerer in die Gänge, fühlen sich träge, antriebslos, lustlos.

 

*Gesundheit.GV.AT, Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs: Gesundheitliche Folgen des Rauchens https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/sucht/nikotinsucht/rauchen.html Letzte Aktualisierung: 22. September 2020 Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal

Abrufdatum: 15.Mai 2023